Warum Musik zu Hause wiedergeben immer etwas anderes ist

Immer wieder fragen Kunden, ob denn die Anlage auch so klingt wie die Live-Aufführung. Das dem nicht so ist, ja nicht sein kann, soll im folgenden erläutert werden.

Jedes Aufnahmeverfahren verändert musikalische Parameter wie Zeit und Klang. Mikrofone können Tonhöhen nicht exakt erfassen und erzeugen – da sie selbst Klangmasse darstellen – eigene Obertöne. In Abhängigkeit von ihrer Anzahl, ihrem Aufstellungsort und ihrer Ausrichtung erzeugen sie unterschiedliche Klänge. Später werden die verschiedenen Tonspuren dann noch im Studio gemischt, wodurch der Klang nochmals verändert wird.

Außerdem ist jede musikalische Aufführung abhängig von den physikalischen Eigenschaften des Raumes, in dem sie stattfindet. Um musikalische Vielfalt ausdrücken zu können, muß beispielsweise der Dirigent im Konzertsaal seine Tempi an den Raum anpassen.

Die „Wiedergabe“ des aufgezeichneten Musikereignisses findet aber immer in einem anderen Raum statt, so dass die „wiedergegebene“ Musik nie an den Raum angepaßt sein kann. (Dies ist übrigens einer der Gründe, warum Furtwängler seine Plattenaufnahmen haßte; ihnen fehlt die Aura, die er in seinen Konzerten erzeugte und für die er so berühmt wurde.)

Musik einer Live-Aufführung ist also prinzipiell verschieden von einer „Reproduktion“ der Musik über ein Musikwiedergabesystem in den eigenen Räumen. Diese reproduzierte Musik kann trotz allem überraschen und begeistern, besonders mit der Exakt Technolgie.

Artikel über die Geschichte der Tonaufnahme und Wilhelm Furtwängler bei WikiPedia.

Tipps für das Vergleichen von Musikwiedergabesystemen.